Asset Management Transformation Barometer 2026
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Steigender Kostendruck, fragmentierte Plattformen und die wachsende Bedeutung künstlicher Intelligenz zwingen Schweizer Asset Manager dazu, ihren Ansatz zu überdenken. Eine neue Studie der CFA Society Switzerland zeigt: 73% erhöhen ihre Investitionen in Transformation.
Diese kompakte Analyse fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen und zeigt, wie sich die Asset-Management-Branche verändert und was das für dich als Anleger bedeutet.

Link zur vollständigen Studie:
Sieben Signale für eine skalierbare Transformation im Schweizer Asset Management
Der Asset Management Transformation Barometer 2026 wurde von der Special Interest Group Asset Management Transformation Excellence der CFA Society Switzerland entwickelt und erfasst die Sichtweisen der Branche zu Trends, Herausforderungen und Transformationsprioritäten im Schweizer Asset Management.
Die Ergebnisse zeigen eine Branche, die in Veränderung investiert und dabei gleichzeitig mit Margendruck, fragmentierten Plattformen, früher Automatisierungsreife und der Notwendigkeit, KI und Produktinnovation zu skalieren, umgehen muss.
Über sieben Erkenntnisse hinweg zeigt sich eine zentrale Botschaft: Der Erfolg der Transformation hängt weniger vom Ambitionsniveau als vielmehr von der skalierbaren Umsetzung ab.
Über den Barometer
Der Asset Management Transformation Barometer 2026 basiert auf einer Umfrage unter Mitgliedern der CFA Society Switzerland und Fachleuten des Schweizer Asset Managements. Die Umfrage umfasste rund 35 Fragen zu den Bereichen Investment & Outlook, Operational Excellence, Technologietransformation und Produktinnovation und erfasste die Antworten von über 100 Teilnehmenden, darunter viele leitende Führungskräfte und Entscheidungsträger der Branche. Bei einigen Fragen waren Mehrfachantworten möglich, weshalb die ausgewiesenen Prozentwerte in Summe teilweise über 100 % liegen können.
Die sieben Signale im Überblick

1. Transformation nimmt zu, weil der Druck steigt
Schweizer Asset Manager bereiten sich darauf vor, mehr in Transformation zu investieren, jedoch nicht aus einer Position umfassender Zuversicht heraus. Der Barometer zeigt eine klare Spannung: Die Investitionsbereitschaft steigt, während der Margendruck hoch bleibt und das Vertrauen in die eigene Wettbewerbsfähigkeit verhalten ist.
73% der Befragten erwarten steigende Transformationsinvestitionen, während 62% Margendruck bzw. Kosteneffizienz als zentralen langfristigen Treiber nennen. Gleichzeitig sind nur 40% optimistisch oder sehr optimistisch, was die Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Asset Managements betrifft.
Dies deutet darauf hin, dass Transformation zunehmend zur strategischen Notwendigkeit wird. Unternehmen reagieren auf ein schwierigeres wirtschaftliches Umfeld, Kostendruck und die Notwendigkeit, skalierbarere Betriebsmodelle aufzubauen.

Transformation ist keine Option mehr. Sie wird zentral für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit.
2. Transformationsbudgets fliessen ins operative Kerngeschäft
Transformationsbudgets werden vorrangig in jene Bereiche gelenkt, die Skalierbarkeit überhaupt erst ermöglichen: Operations, Investmentprozesse und Technologieinfrastruktur.
Die wichtigsten Budgetbereiche für die Transformation 2026 sind die Modernisierung von Operations (61%), die Verbesserung von Investmentprozessen (55%) und IT- und Datainfrastruktur (51%).
Die Digitalisierung der Kundenschnittstelle folgt mit 39%, während Produktinnovation und -entwicklung nur von 13% genannt wird. Dies zeigt: Unternehmen konzentrieren sich zunächst auf das operative und investmentbezogene Rückgrat. Bevor Transformation für Kunden sichtbar wird, muss sie im Kern funktionieren.

Skalierbare Transformation beginnt bei Prozessen, Daten und Investment-Infrastruktur.
3. Plattformen machen aus Ambition Umsetzung
Plattformen, Daten und Integration werden zur Ausführungsebene der Transformation. Sie entscheiden darüber, ob strategische Ambitionen unternehmensweit skaliert werden können.
Der Barometer zeigt, dass 48% der Führungskräfte die Modernisierung der Kernplattform als primäres Transformationsthema nennen, während 51% für 2026 mittlere bis hohe Ausgaben für Technologie und Daten erwarten.
Die aktuelle Plattformlandschaft bleibt jedoch fragmentiert: Nur 25 % verfügen über eine einzige, unternehmensweit skalierte Kernplattform, während 60% zwei oder mehr grosse Plattformen bzw. ein Hauptsystem pro Funktionsbereich betreiben.
Das stellt eine klare Umsetzungsherausforderung dar. Plattformmodernisierung bedeutet nicht nur die Auswahl oder Einführung von Systemen. Es geht darum, die integrierte Grundlage zu schaffen, die für die Skalierung von KI, Automatisierung und einer durchgängigen Front-to-Back-Transformation notwendig ist.

Plattformmodernisierung ist keine reine Technologieentscheidung. Sie ist eine Skalierungsentscheidung.
4. KI schreitet schnell voran, doch die Grundlagen müssen aufholen
KI ist eines der deutlichsten Ambitionssignale im Barometer. Aktuelle Anwendungsfälle zeigen sich vor allem in der Investmentresearch, der Automatisierung von Operations und im Portfoliobau.

Der führende aktuelle KI-Anwendungsfall ist Investmentresearch (63%), gefolgt von Operations-Automatisierung (41%) und Portfoliokonstruktion/-optimierung (33%).
Der Weg zur Skalierung bleibt jedoch limitiert: Als Hemmnisse nennen die Befragten Altsysteme oder fragmentierte Daten (54%), Budget- bzw. Finanzierungsengpässe (50%) sowie fehlende Talente oder Kompetenzlücken (30%).
KI kann Wettbewerbsvorteile schaffen, aber nur, wenn Unternehmen über die notwendigen Daten, Systeme, Budgets und Fähigkeiten verfügen, um die Anwendung zu skalieren.
Der Vorteil durch KI hängt von Daten, Systemen, Finanzierung und Kompetenzen ab.
5. Betriebsmodelle verändern sich, aber Automatisierung steht noch am Anfang
Die Modernisierung der Betriebsmodelle ist im Schweizer Asset Management in vollem Gange. Die nächste Herausforderung besteht darin, die strukturelle Neuausrichtung in skalierbare Automatisierung zu überführen.
Der Barometer zeigt, dass 63% im vergangenen Jahr moderate Veränderungen am Betriebsmodell umgesetzt haben, während 18% eine vollständige Front-to-Back-Neugestaltung durchgeführt haben.
Die Automatisierungsreife bleibt jedoch noch früh: 73% berichten von limitierter oder strukturierter Automatisierung, während lediglich 11% eine durchgängige End-to-End-Automatisierung nutzen.
Das zeigt: Viele Unternehmen haben begonnen, Arbeitsabläufe neu zu gestalten. Das grössere Effizienzpotenzial liegt jedoch noch vor ihnen. Echte Fortschritte entstehen erst, wenn Automatisierung über die Kernprozesse hinweg industrialisiert wird.

Betriebsmodelle verändern sich, die Automatisierung steht jedoch am Anfang.
6. Das Business besitzt die Agenda. Zusammenarbeit schafft den Wert.
Transformation wird überwiegend vom Business getrieben, doch der geschaffene Wert hängt davon ab, wie effektiv Business- und Technologieteams zusammenarbeiten.

Der Barometer zeigt, dass 50% der Befragten angeben, die Transformation werde von der Geschäftsleitung vorangetrieben, während 31% eine gemeinsame Führung durch Business und Technologie nennen.
Die technologische Führung macht 11% aus, externe oder andere Führungsformen 7%. Verantwortung allein garantiert jedoch keine Ergebnisse: Nur 28% bewerten die Zusammenarbeit als stark oder ausgezeichnet, während 58% erfolgreiche Wertschöpfung auf effektive Zusammenarbeit zurückführen.
Das macht Zusammenarbeit zu einem der klarsten Umsetzungssignale der Umfrage. Das Business mag die Agenda besitzen. Doch die Zusammenarbeit entscheidet darüber, ob Transformation im grossen Massstab Wert schafft.
Zusammenarbeit ist kein soft Faktor. Sie ist ein Skalierungsfaktor.
7. Produktwachstum diversifiziert sich über ESG hinaus
Die Produktinnovation verschiebt sich hin zu einer breiteren Wachstumsagenda. ESG und nachhaltige Finanzierung bleiben aktiv, doch die Wachstumserwartungen weiten sich zunehmend auf ETFs, Private Markets, thematische Strategien und aktive ETFs aus.
Die wichtigsten Bereiche aktueller Produktinnovation sind thematische Strategien (52%), Private Markets (40%) und ESG bzw. nachhaltige Finanzierung (36%). Tokenisierung und digitale Vermögenswerte bleiben präsent, jedoch mit 9% weniger zentral.
Die erwarteten Wachstumsbereiche deuten auf eine breitere Produktagenda hin: Passive Strategien und ETFs führen mit 43%, gefolgt von Private Markets (29%), thematischen Strategien (27%), aktiven ETFs (26%) und ESG (6%).
Das zeigt: Unternehmen benötigen künftig flexible Produktplattformen und Betriebsmodelle, die ein breiteres Spektrum an Strategien, Hüllen, Kundenbedürfnissen und Vertriebsmodellen unterstützen können.

Das Produktwachstum diversifiziert sich, Skalierbarkeit wird von einer flexiblen Produktinfrastruktur abhängen.
Von der Ambition zur skalierbaren Umsetzung
Der Asset Management Transformation Barometer 2026 zeigt eine Schweizer Asset-Management-Branche in Bewegung. Die Investitionen in Transformation steigen, doch der Weg zum Wert hängt von der Umsetzungsfähigkeit ab.
Die sieben Signale zeigen: Skalierbarkeit wird geprägt von der Stärke der Betriebsmodelle, der Datenfundamente, der Plattformintegration, der KI-Reife, der Zusammenarbeit und der Produktinfrastruktur. Für Unternehmen lautet die praktische Botschaft: Transformation muss von der Ambition zur wiederholbaren, skalierbaren Umsetzung übergehen.
Der Asset Management Transformation Barometer 2026 wurde von der Special Interest Group Asset Management Transformation Excellence der CFA Society Switzerland entwickelt. Die CFA Society Switzerland dankt der AMTE-Gruppe, insbesondere Stefan Sayvanski, CFA, und Arthouros Arzoumanidis, CFA, für ihre Arbeit bei der Konzeption und Durchführung der Umfrage.
Über die Studie
Der Asset Management Transformation Barometer 2026 wurde von der CFA Society Switzerland und ihrer Special Interest Group Asset Management Transformation Excellence entwickelt. Die Studie basiert auf einer Befragung von über 100 Fachleuten und Führungskräften aus dem Schweizer Asset Management und erfasst die wichtigsten Trends, Herausforderungen und Transformationsprioritäten der Branche. Die Ergebnisse sind eindeutig: Transformation ist kein Trend mehr, sondern eine strategische Notwendigkeit für die Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Asset Managements.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Stefan Sayvanski, CFA, und Arthouros Arzoumanidis, CFA, CFA Society Switzerland, Witikonerstrasse 3, 8032 Zürich,
+41 44 382 4244, info@cfasociety.org




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